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Er
Autor H.P. Lovecraft
Veröffentlichungsdatum 1926
Bibliothek des Grauens
Vorgänger
Das Mond-Moor
Nachfolger
Das Grauen von Red Hook
Er ist eine Kurzgeschichte, welche Lovecraft im August 1925 schrieb und die ein Jahr später in der September-Ausgabe von Weird Tales 1926 veröffentlicht wurde.

Handlung Bearbeiten

Protagonist der Geschichte ist ein ungenannter Erzähler, welcher von Neuengland nach New York gezogen ist. Während ihn die Großstadt seine Heimat vermissen lässt, beginnt er mit nächtlichen Wanderungen, auf denen er eines Nachts einen eigenartigen Mann in Kleidung des achtzehnten Jahrhunderts trifft. Sie kommen ins Gespräch und der Mann sagt, dass auch ihm der Erzähler auf seinen Wanderungen aufgefallen sei und dass es sich bei diesem offensichtlich um einen Mann von besonderen Geschmack und Interesse an alten und vergessenen Geheimnissen handelt. Deshalb würde er ihn gerne dazu einladen, Geheimnisse der Stadt zu erfahren, die er auf seinen Wanderungen nicht finden könne. Etwas irritiert überwiegt die Neugier und der Erzähler geht auf das Angebot ein und begleitet den merkwürdigen Mann aus einem vergangenem Jahrhundert zu dessen ebenso alt wirkenden Anwesen, wo dieser ihm die Geschichte des Grundstückes erzählt. Es stellt sich heraus, dass der Vorfahre des Fremden im achtzehnten Jahrhundert das Grundstück erworben hatte und sich schon bald Probleme mit den einheimischen Indianern ergeben hätten, die sich zu bestimmten Tagen auf sein Grundstück begaben, und um eigenartige Rituale abzuhalten. Einmal habe der Hausherr die Indianer gestellt und ihnen freien Zugang zu seinem Besitz angeboten, wenn sie ihn in die Geheimnisse dieser Rituale einweihten. Nachdem sein Vorfahre jedoch alle Geheimnisse erfahren hatte, seien die Indianer alle innerhalb einer Woche gestorben, denn scheinbar vertrugen sie nicht den Rum, den ihnen der Hausherr als Geschenk anbot, und so gab es nur noch einem mit dem Wissen um die alte Zauberei und die Bedeutung des Grundstückes. Nachdem er die Geschichte des Ortes erzählt, gewährt der Mann mit einer Handbewegung eine Kostprobe der Magie, denn auf die Geste folgt ein plötzlicher Blitz und eine Vision des Grundstückes von einer anderen Zeit entsteht vor den Fenstern. Zu gleichen Teilen eingeschüchtert und fasziniert, gewinnt erneut die Neugier des Erzählers und er bittet seinen Gastgeber, ihm weitere Visionen der Zeit zu zeigen, bis er schließlich eine Vision der Zukunft sieht, die so schrecklich ist, dass der Erzähler in panischer Hysterie unaufhörlich zu schreien beginnt. Auf die Schreie hin setzt auch Angst beim Hausherrn ein, denn kurz darauf beginnen die Geister der Indianer sich Zugang zum Zimmer zu verschaffen, um Rache an in ihrem immer noch lebenden Mörder zu nehmen. Während der Hausherr den Erzähler voller Hass dafür verflucht, die Geister der Indianer auf ihn aufmerksam gemacht zu haben, ziehen diese ihn in ihre Welt, während das Haus in sich zusammenbricht. Schwer verletzt wird der Erzähler später in New York gefunden, während vom Haus und Grundstück keine Spur mehr existiert.

Charaktere Bearbeiten

Trivia Bearbeiten

  • Während die genaue Art der Vision der Zukunft nicht genannt wird, findet das, was sie sehen, in der Zukunft der Erde statt, von der knappen Beschreibung her und auch vom Effekt auf den Erzähler handelt es sich wahrscheinlich um einen Blick auf die Erde nach dem endgültigen Erwachen von Cthulhu.
  • Der alte Hausherr verbindet die Geheimnisse und Magie der Indianer mit seiner eigenen Bildung, welche er aus Universitäten erlangt, für seine Magie und vermutlich auch für seine Unsterblichkeit. Die Kombination von akademischen Wissen und okkulter Magie ist ein typisches Stilmerkmal von Lovecraft.

Hörbücher Bearbeiten

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