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Erich Zann
Zann
"Mir gelang es allerdings, das nächtliche Spiel des stummen Alten zu belauschen. Zu Anfang stieg ich auf Zehenspitzen hinauf zu meinem alten Zimmer im fünften Stock, dann wurde ich kühner und erklomm die knarrende Treppe zur Dachstube. Dort im engen Korridor vor der verriegelten Tür mit dem abgedeckten Schlüsselloch hörte ich oft Laute, die mich mit einem unerklärlichen Grauen erfüllten – dem Grauen unbestimmter Wunder und brütender Geheimnisse."
Erich Zann ist ein deutscher Violinenspieler und Komponist und die namensgebende Hauptfigur aus der Kurzgeschichte Die Musik des Erich Zann.

Bei Zann handelt es sich um einen außerordentlich talentierten Musiker, der sich seinen Lebensunterhalt als Violinenspieler in einem kleinen Orchester in der Nähe seines Wohnortes in der Rue d'Auseil verdient. Dort bewohnt er das Dachgeschoss eines Mietshauses und verbringt die Nächte mit dem Komponieren und Spielen von eigenen Stücken. Seine Gestalt ist von sehr dürrer gebeugter Natur, außerdem ist er stumm. Erich Zann ist Fremden gegenüber ablehnend mit leichter Neigung zur Misanthropie.

Die Musik des Erich Zann Bearbeiten

Nachdem ein Student von außerhalb ein Zimmer unter dem von Erich Zann in der Rue d'Auseil bezieht, weckt letzterer dessen Interesse durch die seltsame Fremdartigkeit seiner Stücke. Trotz der Ablehnung durch Zann schwindet das Interesse des Studenten nicht und so begibt er sich eines Nachts heimlich ins Obergeschoss des Hauses, um zu lauschen, und wird im Verlauf dessen Zeuge der unweltlichen Dinge, mit denen Zann in Verbindung steht. Völlig verängstigt verlässt der Student aufgrund der vorausgegangenen Ereignisse fluchtartig das Haus und die Gegend. Ob Erich Zann diese Ereignisse überlebt, ist unbekannt.[1]

Vorkommen Bearbeiten

Quellen Bearbeiten

  1. Die Musik des Erich Zann
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